Mailänder Kantorei
  


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Leitung (gehe zu Assistentin des Chordirektors)
Ruben Jais


Der gebürtige Mailänder studiert neben Medizin Musik am Konservatorium Giuseppe Verdi, wo er in Chormusik, Chorleitung und Polyphoner Vokalkomposition mit besten Noten promoviert. Außerdem studiert er am Konservatorium Komposition und besucht im Ausland einige Masterclasses.

Seit dessen Gründung 1998 ist er Chorleiter des Symphonischen Chors Giuseppe Verdi in Mailand. In dieser Position arbeitet er u.a. mit Romano Gandolfi, Riccardo Chailly, Claudio Abbado, Luciano Berio, Oleg Caetani, Claus Peter Flor, Christopher Hogwood, Vladimir Jurowski und Helmut Rilling zusammen.
Er ist zudem Direktor des Symphonischen Orchesters Giuseppe Verdi.

Mit diesem Ensemble hält er zahlreiche Konzertzyklen, wie z.B. den Zyklus „Geschichte in Musik“, der die Aufführung eines Repertoires von der Renaissance bis hin zur Spätromantik vorsieht, mit musikalischen Beispielen, die die Evolution der Musik erläutern sollten; „Wachsen in Musik“, das an ein jüngeres Publikum gerichtet ist mit dem Ziel, dieses der anspruchsvolleren Musik anzunähern; und nicht zuletzt die kompletten „Weltlichen Kantaten“ von J. S. Bach. Er hat auch barocke Opern dirigiert wie „The Fairy Queen“ von H. Purcell mit dem Chor und  dem Orchester Giuseppe Verdi sowie Solisten der Yale University.

Ruben Jais ist musikalischer Leiter der Mailänder Kantorei, mit der er hauptsächlich barocke und romantische Werke aufführt, u.a. die Kantaten von J. S. Bach.

Er dirigiert Chor-, Orchester- und Symphonische Musik in vielen italienischen und internationalen Einrichtungen wie z.B.: Biennale in Venedig, Teatro Comunale in Bologna, Milano Musica, RTSI in Lugano, Ungarisches Radio Budapest, Festival in St. Moritz, Teatro Real in Madrid und zahlreiche internationale Orgelmusikfestivals.



"Ich habe die Freude und Ehre, seit 13 Jahren mit der Mailänder Kantorei zusammen zu arbeiten. Die Gruppe hat, obgleich sie aus Amateuren besteht, sofort bemerkenswerte musikalische Fähigkeit und Flexibilität gezeigt. Der Hintergrund der deutschen kulturellen Bildung der Mitglieder hat der Kantorei ermöglicht, mit einer gewissen Leichtigkeit das „transalpine“ Repertoire vom Barock bis hin zur Romantik anzugehen, speziell die Werke von J. S. Bach. Die Kantorei hat von J. S. Bach über 50 Kantaten, das Weihnachtsoratorium, das Magnificat, die Johannespassion aufgeführt. Die Schnelligkeit beim Lernen hat uns viele Möglichkeiten zu Kooperationen auch mit internationalen Institutionen erschlossen, über die rege Aktivität in Mailand hinaus. So sind mittlerweile die Osterkonzerte und Weihnachtskonzerte der Mailänder Kantorei zur Tradition geworden, zu denen das Publikum zahlreich erscheint und die Presse von Erfolgen spricht. Die Qualität der geleisteten Arbeit hat zu mehreren offiziellen Anerkennungen für die Verbreitung der evangelischen und deutschen Kultur in Italien geführt, und demnach auch zu einer engen Zusammenarbeit mit dem Generalkonsul der Bundesrepublik Deutschland in Mailand.

Seit einigen Jahren begleitet uns ein Instrumentalensemble, das uns in der originalgetreuen Aufführung der barocken und klassischen Werke unterstützt.

Die Mailänder Kantorei hat einen –typisch teutonischen- strengen Ansatz dem musikalischen Repertoire gegenüber mit einer –typisch italienischen- Weichheit und einem Sinn für die melodische Linie verschmelzen können. Das Ergebnis ist eine sehr interessante Mischung aus rhythmischer Präzision und stimmlicher Weichheit, textlicher Artikulation und langer Phrasierung.

Ich vertraue auf eine Fortsetzung dieser gewinnbringenden Zusammenarbeit mit der Mailänder Kantorei, um weiterhin die Schönheit des deutschen musikalischen Repertoires in Mailand und auch außerhalb darüber hinaus  zu verbreiten." 

 
M° Ruben Jais

 

Mailand, September 2008



Mailänder Kantorei
Coro della Chiesa Cristiana Protestante in Milano, Via Marco de Marchi, 9 - Tel. 02 655 28 58