Dirigent und Chorleiter

M° Davide Pozzi

foto pozzi
Davide Pozzi studierte am Konservatorium G. Verdi in Mailand die Fächer Cembalo, Hammerklavier, Clavichord sowie Orgel und Orgelkomposition, die er mit Bestnoten abschloss. Am selben Konservatorium setzte er sein Studium fort und schloss es mit dem Diplom mit Auszeichnung im Fach Orgel ab. Er vervollständigte seine Ausbildung an der Civica Scuola di Musica in Mailand bei Lorenzo Ghielmi und danach an der Schola Cantorum in Basel bei Andrea Marcon und Jean Claude Zehnder.
Nach mehreren Prämierungen bei nationalen Orgel und Cembalo-Wettbewerben belegte er als Cembalist der Gruppe “Estro cromatico” den 2. Platz beim internationalen Wettbewerb “Bonporti” in Rovereto und gewann den Bärenreiter-Preis bei “Telemann” in Magdeburg, beide Wettbewerbe unter dem Vorsitz von Gustav Leonhardt.
Seine Konzerttätigkeit führte ihn in den vergangenen Jahren durch ganz Italien, Frankreich, Deutschland, in die Schweiz, Luxemburg, Belgien, Portugal, Spanien, Österreich, nach Kroatien, Polen, Finnland, Lettland, Israel, sowie in die USA und Japan, wo er für die renommiertesten Konzerthäuser spielte wie: Tage Alte Musik Regensburg, Salle Gaveau, Salle Pleyel und Cité de la Musique in Paris, Barbican in London, das Musikinstrumenten-Museum in Berlin sowie die Berliner Philharmonie, die Philharmonie in Luxemburg, die Konzerthäuser in Wien und Berlin, Concertgebow in Amsterdam, Tonhalle Zürich, Società del Quartetto Mailand, Teatro alla Scala in Mailand, Teatro Regio in Parma, Teatro Real in Madrid, das Auditorium und das Teatro degli Arcimboldi in Mailand ecc.
Außerdem arbeitete er mit zahlreichen Orchestern zusammen. Hierbei sind zu nennen: I Barocchisti, Il Giardino Armonico, La Mahler Chamber Orchestra, La Venexiana, L’Aura Soave, die Kammerorchester von Basel und Zürich, die Kammerakademie Potsdam, Orchestra Sinfonica Giuseppe Verdi und laBarocca aus Mailand, La Magnifica Comunità, Il Pomo D’Oro, Il Canto di Orfeo, I Solisti di Pavia und viele andere mehr.
Als Solist für Cembalo und Hammerklavier spielte er Solistenkonzerte von J.S. Bach, Galuppi, Serini, C.P.E. Bach, J.C. Bach und anderen Komponisten mit zahlreichen Orchestern im In und Ausland. Besonders hervorzuheben sind folgende Konzerte: das Konzert BWV 1058 von J.S. Bach in der Berliner Philharmonie unter der Leitung von Sergio Azzolini, das 5.Brandenburgische Konzert von Bach im Regio di Parma mit Enrico Dindo, das Konzert BWV 1052 und ein weiteres Mal das Brandenburgische Konzert im Auditorium in Mailand.
2012 unternahm er als Solist eine Deutschland-Tournee mit Emmanuel Pahud, dem ersten Flötisten der Berliner Philharmoniker. Auf dem Programm stand ein Konzert von J.C. Bach und das 5.Brandenburgische Konzert.
In der jüngsten Vergangenheit wirkte er an namhaften Konzerten in ganz Europa mit Cecilia Bartoli und mit der deutschen Sopranistin Simone Kermes mit.
Das Kammerorchester Basel lud ihn 2013 ein, als Solist das Konzert BWV 1056 und die Kantate BWV 169 mit Orgelsolo von J.S. Bach mit dem bekannten Countertenor Andreas Scholl aufzuführen.
Für Sony Classical Germany hat er das Konzert Wq 35 für Hammerklavier und Orchester von C.P.E Bach mit der Streicherakademie Bozen aufgenommen.
Häufig wird er als Organist dazu eingeladen, auf kostbaren historischen Instrumenten oder Nachbildungen zu spielen, wenn es darum geht, unsere Kulturschätze besser bekannt zu machen.
Mittlerweile hat er mehr als 40 CDs aufgenommen und wirkte außerdem an zahlreichen Sendungen für Rai TV, Rai Radio3, Decca, Sony, Stradivarius, Naive, Glossa, Chandos, Amadeus, Bongiovanni, Tactus, Bottega Discantica, Arts und Fugatto, sowie an Liveaufnahmen für verschiedene Radio und Fernsehsender in der ganzen Welt mit.
Seine letzte der sechs als Solist aufgenommenen CDs, die bei Stradivarius herausgekommen sind, ist den Sonaten für Hammerklavier und Cembalo von C.P.E. Bach gewidmet. Sie erhielt von der Fachpresse ausgezeichnete Beurteilungen.  
Diese Erfahrungen brachten ihn dazu, sich auch mit der künstlerischen Erarbeitung und musikalischen Leitung zu beschäftigen.
Seit 2016 ist er Dirigent und Chorleiter der Mailänder Kantorei, dem Chor der Chiesa Cristiana Protestante in Mailand, mit dem er sich dem Repertoire der deutschen Kirchenmusik für Chöre und vornehmlich den Kantaten von J.S. Bach, G. Ph. Telemann, F. Mendelssohn Bartholdy und anderen Komponisten widmet.
Er dirigierte Kantaten von Bach, das Stabat Mater von Pergolesi, das Stabat Mater von Boccherini sowie Kompositionen aus dem italienischen Repertoire des 17. und 18.Jh.
2017 kam bei dem deutschen Label Pan Classic seine CD zu den Variationen Goldberg von J.S. Bach heraus, die ebenfalls exzellente Kritiken und Würdigungen bekam.
Von der Gruppe “La Venexiana”, eine der berühmtesten italienischen Vokal und Instrumentalgruppen, wurde er 2017 eingeladen, die drei Opern von Claudio Monteverdi auf den bekannten SWR Festspielen in Schwetzingen und den „Orfeo“ von Monteverdi im Kulturzentrum Bélem in Lissabon zu dirigieren.
Davide Pozzi arbeitet als Dozent für Cembalo und historische Tasteninstrumente am Konservatorium “B. Maderna” in Cesena und ist zurzeit außerdem Dozent am Konservatorium “Lucio Campiani” in Mantua.
Unter seiner Leitung führte die Mailänder Kantorei und ihr Instrumentalensemble im März 2019 die Johannes-Passion zweimal auf: in Mailand und ein zweites Mal in Lodi.  
Beim Salzburger Festival 2019 ist er bei der Oper “Alcina” von G.F. Händel Assistent der musikalischen Leitung an der Salzburger Oper mit Gianluca Capuano und Cecilia Bartoli.